Freinets Prinzipien

 

 

Freinets Prinzipien

 

Die Kooperation

Eine Freinet-Lerngruppe ist ein Team, in dem Arbeiten gemeinsam ausgeführt werden, alle voneinander lernen können, jeder unterschiedliche Stärken und Schwächen haben darf und jeder unterschiedliche Rollen einnehmen darf. Grundlage hierfür bilden demokratische Werte und Werkzeuge, die ein gleichberechtigtes Miteinander ermöglichen.

 

Die Verantwortung

für sich selbst und das gemeinschaftliche Schulleben wird im täglichen Miteinander geübt und erfahren: im Klassenrat und Morgenkreis, beim Erstellen einer Wandzeitung und dem Umgang mit Lob und Kritik, in der Erfüllung der Aufgaben bei der Pflege und der Gestaltung der Schulgegenstände.

 

Der freie Ausdruck

„Der freie Ausdruck bedeutet die Entfaltung des Lebens“ (Freinet,E: Erziehung ohne Zwang)

Der freie Ausdruck bezieht sich auf alle Lebensbereiche, vom freien Text bis zum freien Theaterspielen und zur freien Meinungsäußerung in Gesprächen. Durch den freien Ausdruck entwickelt sich in der Klasse ein Klima der Freiheit und des Vertrauens. Die Kinder lernen, selbstbewusst ihre Meinung zu äußern, ihre Geschichten zu erzählen, über Gefühle zu sprechen, zu malen, zu singen, zu tanzen.Sie erkennen, dass es kein Richtig und kein Falsch gibt, denn jeder Mensch drückt das Erlebte in seiner ureigenen Art und Weise aus.

 

Die natürliche Methode der Lernprozesse

Die natürliche Methode ist eine „Technik“ mit der grundsätzliche pädagogischen Ziele eingelöst werden können. Durch sie entwickeln sich im Unterricht Arbeitssituationen, die aus dem Erleben der Kinder kommen.

So wie das Kind mit Eifer gehen und sprechen gelernt hat, wird es von sich aus weiter lernen und wachsen wollen. Die Motivation liegt im Kind und es hat seine eigene, seiner Entwicklung gemäße Methode. Wir nutzen sie für das Lernen an unserer Schule: Die Kinder lernen durch versuchsweises Herantasten, durch eigenes Experimentieren.

Die Kinder berichten in der Schule von ihren Erlebnissen, sie machen eigene Untersuchungen mit allen Irrwegen und eigenen Erkenntnissen. Fehler sind erlaubt und ihre Bearbeitung ermöglicht ein tieferes Verständnis komplexer Fragestellungen. Unterrichtsgänge in das alltägliche Leben (Bauernhof, Wald, Feuerwehr…), Projekttage und -wochen ermöglichen ganzheitliches Lernen nach der natürlichen Methode.

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